5 Tipps, wie Du mit Deinem Teufelchen Frieden schließt

5 Tipps, wie Du mit Deinem Teufelchen Frieden schließt

5 Tipps, wie Du mit Deinem Teufelchen Frieden schließt!

Bei einem gemütlichen Spaziergang durch die Lübecker Innenstadt, entdeckte ich den „sagenhaften“ Teufel vor der St. Marienkirche. Hier sitzt er friedlich vor dem heiligen Gotteshaus, statt vor seinem eigenen Höllentor Wache zu schieben. So böse kann Teufelchen doch dann gar nicht sein! Chic in Bronze gegossen, lud mich „Luzifer“ mit seinem schelmischen Grinsen zu sich auf seinen Steinquader ein. Das gab mir gleich den Anlass, den nachfolgenden Blogartikel zu schreiben.

 

Denn wer kennt sie nicht, die ewig langen Dialoge zwischen Teufelchen und Engelchen? Den ewigen Streit um Schokolade, neue Schuhe und Traumverwirklichungen, die immer gleich ablaufen.

 

Teufelchen: „Na komm schon, hol Dir die Schokolade – als Belohnung für den anstrengenden Tag.“

Engelchen: „Nein, lass sie liegen. Sei vernünftig! Hinterher hast Du bloß wieder Bauchschmerzen und ein schlechtes Gewissen.“

Teufelchen: „Ach was, nur ein kleines Stückchen. Das wird doch wohl erlaubt sein und schadet überhaupt nicht.“

Engelchen: „Schokolade passt doch gar nicht in den gesunden Ernährungsplan.“

Teufelchen: „Ach, scheiß auf gesunde Ernährung. Was ist schon dabei? Man muss sich auch mal was gönnen.“

Engelchen: „Obst und Gemüse ist auch richtig lecker und bringt Dir Vitamine.“

Teufelchen: „Ach was, der Scheiß schmeckt doch gar nicht. Mit Schoki bekommst Du ein viel schöneres Gefühl.“

 

Kennst Du diese inneren Auseinandersetzungen? Und wem machst Du es am Ende recht?

 

Dein Teufelchen – auch Ego genannt – ist Dein Antreiber, Dein Perfektionist, der Negative, der Zweifler und der Ängstliche zugleich. Es hat die Aufgabe, Dich jede Sekunde darauf hinzuweisen, dass etwas schief gehen könnte, Du in Gefahr bist und Du dieses oder jenes besser nicht verändern solltest. Es will Dich von Deinen Zielen abbringen und Dich in Deiner gemütlichen Komfortzone halten. Dein Teufelchen will Dich von Deiner Reise ins Neuland stets zurückhalten.

 

Es ist auch der Teil in Dir, der Dir einredet, immer perfekt sein zu müssen und Dich zu Höchstleistungen zwingt. Immer höher, schneller, weiter, besser, hübscher, schlauer! ER ist es, der Dir sagt, dass Du Dir dies nicht leisten kannst, jenes nicht gönnen darfst oder das alles einfach nicht verdient hast.

 

Das Teufelchen ist in seiner Wortwahl brillant. Es kann Dich recht leicht überzeugen. Es weiß genau, was es sagen muss, damit Du das tust, was es will … oder eben nicht will. Ein Teufelskreis!

 

Dein Teufelchen benutzt gern solche Übertreibungen wie „Das wird NIEMALS funktionieren“ oder „Das passiert IMMER NUR MIR.“ Es wirft Dir Dinge an den Kopf, wie z.B.: Du kannst das nicht“, „Du wirst diesen Job nicht bekommen“, „Sie werden Dich auslachen“, „Du bist nicht attraktiv“ oder „Du bist schon zu alt.“

 

Wenn Du an das glaubst, was es sagt, wirst Du anfangen, Dich klein, traurig und ängstlich zu fühlen. Mit diesen negativen Gefühlen wirst Du keine Probleme lösen können, Du wirst keine wichtigen Entscheidungen treffen und somit auch niemals Deine Träume verwirklichen. Deine negativen Emotionen werden Dich lähmen. Sie werden dem Teufelchen Energie geben und damit noch selbstsicherer auftreten lassen. Je mehr Du auf seine Stimme hörst, desto mehr wächst das kleine Biest in Dir. Und je mehr es wächst, desto mehr Kraft hat es und desto mehr Einfluss nimmt es auf Dich. Du wirst Dich noch schlechter und kleiner fühlen und es wächst noch weiter und weiter. Ein elender Teufelskreis!

 

Aber wie kommst Du da raus?

 
 

Schließe Frieden mit Deinem Teufelchen

 

Stell Dir mal die Frage, warum Dein Teufelchen eigentlich so sehr daran interessiert ist, Dich so sehr zu belästigen, gar zu quälen?

 

Ja, genau!

 

Weil es eigentlich doch gut ist! Es will Dich einfach nur schützen! Denn es ist kein anderer da, der diesen undankbaren Job macht. In Wahrheit meint Dein Teufelchen alles nur gut mit Dir. Es weiß nur nicht, wie es Dir anders beibringen kann, als Dich in Angst und Panik zu versetzen. Es hat gelernt, dass diese Methode bei Dir funktioniert. Sehr gut sogar.

 

Du kannst Dein Teufelchen nicht aus Deinem Leben verbannen. Versuch es gar nicht erst. Wenn Du es ignorierst, wird es zu einem noch größeren Saboteur. Es gilt also, Dein Teufelchen zu akzeptieren und zu Deinem Freund zu machen.  

 
 

Hier erhältst Du 5 Tipps, wie Du mit Deinem Teufelchen Frieden schließt und zu Deinem Freund machst.

 

1. Akzeptieren

Akzeptiere Dein Teufelchen als einen wichtigen Teil in Dir. Nimm es an. Es ist da und gehört zu Dir. Punkt! Akzeptanz ist immer der allererste und wichtigste Schritt.

 

2. Namen geben

Gib Deinem Teufelchen einen Namen oder eine Bezeichnung, die Dir passend erscheint. Mein Teufelchen heißt bei mir einfach nur „Quatschkopf“.  Mit einem Namen kannst Du Dich besser mit ihm auseinandersetzen, weil er konkreter ist. Mir persönlich fällt es leichter zu sagen: “Quatschkopf, halt die Klappe!“

 

3. Führe bewusste laute Dialoge

Nimm bewusst wahr, was genau Dir Dein „Quatschkopf“ sagt und gehe ganz bewusst in einen Dialog mit ihm. Laut? Ja, bitte laut aussprechen. Nicht nur denken. Zugegeben, es klingt ein wenig bescheuert, Gespräche mit Deinem Teufelchen zu führen. Aber es hilft. Denn es fühlt sich angenommen und beachtet.

Frag Dein Teufelchen, was seine Bedenken sind. Bedanke Dich, dass es auf Dich aufpassen will. Aber sag ihm auch, dass Du ohnehin tust, was DU willst. Und gib ihm auch mal heftig Kontra, wenn er so gar nicht still sein will. Brüll ihn dann auch ruhig mal heftig an: „Quatschkopf, halt die Klappe. Jetzt ist Schluss!“.

 

4. Schreibe seine Bedenken auf

Achte ab sofort ganz bewusst auf die Argumente Deines Teufelchens. Schreibe sie auf und belege sie mit entsprechenden Gegenargumenten. Dabei wird Dir Dein Engelchen gerne helfen. Dir wird schon bald auffallen, das Dein Teufelchen wirklich zu maßlosen Übertreibungen neigt.

 

 5. Lache und scherze über ihn

Wenn Du mal genauer darüber nachdenkst, ist es wirklich komisch, oder? Fange an, Witze über Dein Teufelchen zu machen, weil er so übertrieben und unrealistisch ist. Fange an, über den Unsinn zu lachen. Ich erfahre auch immer wieder, dass alle Teufelchen ähnliche überzogene Geschichten auffahren. So etwas wie: „Du gehst Pleite und wirst als Endstation in Hartz IV laden, Du wirst krank und alle Menschen, die Dich lieben werden sich von Dir abwenden“. Das ist doch nun wirklich lächerlich, oder?

 

 

Fazit

 

Ignoriere oder bekämpfe Dein Teufelchen nicht. Er wird sonst nur noch stärker und mächtiger. Gib ihm einfach das, was es braucht. Nämlich ein wenig Beachtung. Hör ihm aufmerksam zu, aber dann verweise es höflich in seine Schranken.

 

DU hast die Macht und bist Herr in Deinem „Haus“. Gib Deine Macht nicht an Dein Teufelchen ab.

 

Je mehr Du Dir selber vertraust und auf Dein Herz hörst, desto mehr wird Dein Teufelchen verstummen und zu Deinem Freund werden.

 

Es darf Dir gerne wichtige Ratschläge erteilen – und das wird es auch jederzeit tun –  aber wenn Dir Dein Herz zu einem anderen Weg rät, dann darfst Du diesen auch gehen. Und dann darfst Du Deinem Teufelchen liebevoll mitteilen, dass es Dich nicht beschützen muss. Denn wenn Du Deinem Herzen folgst, wird es Dir gut gehen.

 

Und das ist doch genau das, was Dein Teufelchen eigentlich auch für Dich will. Es ist halt nur nicht auf den ersten Blick erkennbar, weil es meist sehr forsch vorgeht. Wenn Du aber anfängst Dein Teufelchen zu verstehen, siehst Du das Gute in ihm und kannst Frieden mit ihm schließen.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.